Verhaltens- und kognitive Therapien

Anonim

Arbeit an Symptomen

Verhaltens- und kognitive Therapien (TCC) werden "aktive Therapien" genannt, da sie auf wissenschaftlichen Methoden und Lerntheorien beruhen, um bestimmte psychische Störungen zu verstehen und zu behandeln. Im Gegensatz zur Psychoanalyse (analytische Therapie), die vor allem darauf abzielt, die Ursache der Störungen zu finden, dienen sie lediglich dazu, mit Hilfe von praktischen Übungen und der Inszenierung von Situationen schädliche Verhaltensweisen zu verändern.

Das Prinzip

Diese Therapien basieren auf zwei sich ergänzenden Ansätzen: Verhalten und Erkennen, dh dem Denkprozess und dem Bewusstsein, das ein Individuum für seine Umwelt hat.

- Der Verhaltensansatz besteht darin, das Subjekt schrittweise den befürchteten Situationen auszusetzen, die Angst erzeugen.

- Der kognitive Ansatz basiert hauptsächlich auf den vom Willen des Patienten unabhängigen Gedanken, die über jede offensichtliche Logik hinausgehen.

Die Wirksamkeit dieser Therapien liegt in der gleichzeitigen Anwendung dieser beiden Ansätze, die darauf abzielen, die dysfunktionellen Muster zu erkennen, die diese Probleme verursachen.

Konkret kann abweichendes Verhalten durch ein Bewusstsein und ein konkretes Erlernen neuer Gewohnheiten korrigiert werden. Der Therapeut hat daher eine führende Rolle und wird zu einem Modell, das nachgeahmt werden muss. Zu den am häufigsten verwendeten Techniken zählen Desensibilisierung, Situationssimulationstechniken, Operantenkonditionierung, Erlernen sozialer Fähigkeiten und familiäre Verhaltenstherapie.

Welche Krankheiten können sie heilen?

Verhaltens- und kognitive Therapien haben nachweisliche Wirksamkeit gegen verschiedene psychische Störungen gezeigt: Phobien (Agoraphobie, Klaustrophobie, Arachnophobie, soziale Phobie), Zwangsstörungen, Angstzustände, Bulimieprobleme, bestimmte Formen von Depressionen, einige Fälle von Post-Stress -traumatische, sexuelle Störungen, Sucht (wie Rauchen) …

Wie finden die Sitzungen statt?

Sie dauern meistens 45 Minuten bis eine Stunde und werden mit dem Therapeuten einzeln oder in einer Gruppe durchgeführt (Rollenspiele bei sozialen Phobien, Simulation von Crowd - Situationen bei Agoraphobie, Muskelentspannung bei Angst). Die Verfahren sind objektiv und daher bei allen Patienten mit derselben Störung reproduzierbar. Sobald der Patient das Problem und die Symptome beschrieben hat, kann der Therapeut eine Analyse des Denkmusters durchführen, das dieses Verhalten verursacht, und anschließend ein anderes vorschlagen. Danach ist es am schwierigsten (aber auch am effektivsten), sich die Situation vorzustellen oder sich ihr direkt zu stellen. Allmählich wird sich das Gehirn eine andere Denkweise merken, die die abweichende ersetzt. Das ergebnis Die zuvor befürchteten Situationen verursachen keine Angst mehr und können einfach angegangen werden. Damit die Sitzungen effektiv sind, muss die Verhaltensänderung dauerhaft sein und mit individuellen Übungen verbunden sein, die außerhalb der Sitzungen durchgeführt werden. Zum Beispiel: während einer Besprechung sprechen, mit dem Aufzug fahren, eine Spinne berühren …

Sollten sie mit Drogen in Verbindung gebracht werden?

In einigen Fällen ist es auf jeden Fall ratsam, Sitzungen mit der Einnahme von Medikamenten zu kombinieren, um die Symptome zu lindern. Zur Behandlung von Zwangsstörungen können Psychiater Antidepressiva verschreiben, die derzeit die einzig wirksame Behandlung darstellen.

In der Praxis

Die verhaltens- und kognitiven Therapiesitzungen werden von Ärzten oder Psychologen durchgeführt, die in der Liste der Psychotherapeuten der jeweiligen Berufsregister eingetragen sind. Im Allgemeinen wird empfohlen, sie mindestens 6 Monate lang einmal pro Woche zu befolgen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der SITCC - Italienische Gesellschaft für Verhaltens- und kognitive Therapie: www.sitcc.it.

Siehe auch:
Ich hasse meinen Körper …
Bulimie
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